Montag, 6. Juli 2009

Wasser trinken, aber welches?

Bei körperlicher Anstrengung und dem dabei entstehenden Wasserverlust, kann die Zuführung von demineralisiertem Wasser (aus einem Umkehr-Osmose-Gerät oder einem Destillationsapparat) zu erheblichen körperlichen Problemen, bis hin zum Kreislaufkollaps, führen. Auch jeder Sportler muss ausreichend mineralsalzhaltige Getränke trinken, um einer Demineralisierung des Organismus vorzubeugen. Dabei ist nicht der spezifische Mineralstoffanteil wichtig, sondern der Elektrolythaushalt.
Da wir über Nacht bis zu 1 – 1,5 Liter Wasser durch Schwitzen verlieren, ist ein "Nachfüllen" von mineralsalzhaltigem Wasser – Elektrolytgetränk - ebenso notwendig wie bei einem Sportler, der diese Flüssigkeitsmenge in kurzer Zeit verliert.
Bei den aktuell hohen Tagestemperaturen kann zur Berechnung der Trinkmenge folgende Formel dienen: Körpergewicht in kg X 0,04 = Liter pro Tag. Diese Formel gilt für Erwachsene.

Dienstag, 30. Juni 2009

Feedback von Provitec Kunden

Sie sind Provitec-Kunde und besitzen das Tafelwassersystem?

Hier können Sie Ihre persönlichen Erfahrungen mit dem PROaqua4200 kurz schildern, beim Einsatz in ihrem Haushalt. Vielen Dank für Ihren Kommentar!

Samstag, 27. Juni 2009

Wasseranomalien einige Beispiele

Wasser besitzt besondere physikalische Eigenschaften, die sogenannten Anomalien. Aber gerade diese Anomalien geben dem Leben auf der Erde seine Existenz-Nische. Statt bei 0 °C hat Wasser seine höchste Dichte bei 4 °C. Bei 4 °C sind die Wassermoleküle maximal chaotisch ineinander verschachtelt und nehmen daher am wenigsten Platz weg. Unter 4 °C nimmt die kristalline regelmäßige Anordnung der Moleküle immer mehr zu, die wieder mehr Raum in Anspruch nimmt. Deshalb schwimmt das kältere Eis auf dem wärmeren (dichteren) Wasser und schützt das Leben darunter.
Eigentlich müsste Wasser bei minus 120 °C schmelzen statt bei 0 °C und bei –100 °C sieden statt bei +100 °C. Die kritische Temperatur, oberhalb derer Wasser in gasförmigem Zustand sich unter Druck nicht mehr verflüssigen lässt ist 374 °C, aber eigentlich müsste sie bei 50 °C liegen. Wasser braucht doppelt so lang zur Wärmeaufnahme wie theoretisch berechenbar. Seine Oberflächenspannung ist zehnmal größer, als zu erwarten wäre. Wasser hat eine enorm hohe Wärmespeicherfähigkeit. Damit ist Wasser für den moderaten und relativ ausgeglichenen Temperaturhaushalt als Blut der Erde und in Körperflüssigkeiten verantwortlich. Es transportiert und reguliert Wärme. Es ist ein sehr gutes Lösungsmittel. Es kommt als einziger Stoff bei den auf der Erde verbreitet auftretenden Temperaturen in allen drei Aggregatzuständen (fest, flüssig, gasförmig) gleichzeitig nebeneinander vor.
Eine weitere Besonderheit des Wassers ist der fließende Übergang zwischen den Aggregatzuständen. In den Adern eines Eiskristalls ist immer noch flüssiges Wasser zu finden. Der kristalline Zustand beginnt bei 0 °C zu schmelzen und ist erst bei 42 °C endgültig beendet, wie auch die Lebensmöglichkeit des Menschen und vielen Lebensformen. In diesem Übergangsbereich befindet Wasser sich im Zustand eines Flüssig-Kristalls. Bei 37,5 °C ist die spezifische Wärmekapazität von Wasser am geringsten.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Ionentauscher Funktionsprinzip

Ionentauscher Funktionsprinzip

1. Anionen Chlorid Cl- Sulfat SO4- Nitrat NO3 -
Da negativ geladene Ionen zur Anode (Pluspol) wandern, nennt man diese Anionen.

2. Kation Natrium Na+ Kalzium Ca2+ Magnesium Mg2+
Die positiv geladenen Ionen wandern zur Kathode (Minuspol) und heißen Kationen.
Kationen entstehen durch Abgabe von Elektronen oder durch Aufnahme von Wasserstoff-Ionen H+.

Salze sind immer aus Kationen und Anionen zusammengesetzt.
Die Benennung in der Chemie stellt den anionischen Teil einer Verbindung immer an das Ende und der Name endet auf –id, z.B. Natriumchlorid.
Daraus ergibt sich: Oxid O2- Sulfid S2- Fluorid F- (Natriumfluorid in der Zahnpasta)

Die Möglichkeit der Regeneration beruht auf der Tatsache, dass der Vorgang des Ionenaustauschs umkehrbar ist. Tatsächlich findet gleichzeitig die Hin- und Rückreaktion statt, es überwiegt allerdings die Hinreaktion; sie findet freiwillig statt. Die Erzwingung der Rückreaktion, also die Regeneration, ist nur möglich, indem ein Überschuss an "schwächeren" Ionen zugegeben wird, denn viele schwächere Ionen verdrängen die stärkeren Ionen.
Ionentauscher bevorzugen bestimmte Stoffe. Diese sog. „Affinität“ drückt sich beim Nitratharz in einer bestimmten Reihenfolge des Austausches aus:
Nitrat > Sulfat > Chlorid
Zuerst wird also das Nitrat, dann das Sulfat usw. ausgetauscht.
Ist also viel Sulfat im Wasser, reduziert sich etwas die vorgegebene Kapazität des Ionentauschers für Nitrat. Daher sollte immer der Sulfatgehalt im Rohwasser mit angegeben werden. Eventuell muss dann eine zweite Nitratkartusche eingebaut werden. Die von Provitec® für die Trinkwasseraufbereitung eingesetzten Ionentauscherharze sind stark selektiv, dabei wird neben Nitrat nur etwas Sulfat aus dem Wasser genommen, Verhältnis ca. 4 :1.

Anionenaustausch Nitrat gegen Chlorid
Anionentauscherharze tauschen hierbei Nitrat gegen Chloridionen aus.
Das Verfahren im Einzelnen:
Das Rohwasser durchströmt die Kartusche mit dem Ionentauscherharz. Bei der Nitratentfernung nimmt der Anionentauscher die Nitrat-Ionen auf und gibt gleichzeitig Chlorid-Ionen ab: 100 mg/l Nitrat tauscht sich aus gegen 60 mg/l Chlorid.

Jeder Ionentauscher hat nur eine bestimmte Anzahl von Ionen, die er tauschen kann. Ähnlich einer Autobatterie, die geladen werden muss, muss auch der Anionentauscher wieder mit Chlorid-Ionen aufgeladen werden. Dieser Vorgang nennt sich Regeneration. (Notwendig nach 10-12 Wochen Betriebsdauer.)

Die Regeneration erfolgt mittels einer starken Salzlösung oder chemisch gesprochen: Natriumchlorid = NaCl. Die Natriumchloridlösung wird hierbei durch den Ionentauscher gespült. Dabei verdrängen die Chlorid-Ionen die Nitrat-Ionen aus dem Ionentauscherharz. Im Anschluss daran wird der Ionentauscher gründlich mit Wasser ausgespült und ist dann wieder voll einsatzfähig.

Kochsalz (NaCl) ist also das ideale Regeneriermittel, da es sowohl für eine Enthärtung als auch für die Nitratentfernung passende Ionen liefert. Zudem ist es sehr preiswert und leicht zu handhaben.


Kationenaustauscher Natrium gegen Kalk (Wasserhärte)
Der Natriumanteil vom Kochsalz tauscht gegen Calcium- und Magnesiumionen:
8,6 mg Natrium/Liter pro Grad deutscher Härte = °dH. In Münster bei 15° dH Enthärtung gehen ca.130 mg/Liter Natriumionen in das Filterwasser über.

Soll der PROaqua4200® Tafelwasser liefern, welches für die Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet wird, dann ist eine Enthärtung nicht angezeigt! Denn bei Säuglingen wird ein Wert von 20 mg/Liter Natriumionen im Wasser als Idealwert betrachtet (Mineralwasserproduzenten).